Die Ampelkoalition war mit einem ambitionierten Koalitionsvertrag gestartet, der viele Maßnahmen zur Stärkung der Zivilgesellschaft vorsah. Am Ende der vorzeitig beendeten Legislatur wurde davon leider wenig umgesetzt. Insofern gilt auch für eine neue Bundesregierung, dass viele Forderungen und Vorhaben weiterhin bestehen bleiben.
Mehr Rechtssicherheit und ein signifikanter Bürokratieabbau bleiben die Eckpfeiler der Forderungen des gemeinnützigen Sektors an die künftige Bundesregierung, unabhängig von ihrer parteipolitischen Zusammensetzung. Das Engagement der fast 30 Millionen Engagierten in den Vereinen, Stiftungen und gemeinnützigen Kapitalgesellschaften ist eine wichtige Stütze für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Zivilgesellschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zur Festigung der Demokratie, zu gesellschaftlichen Aufgaben von der Wohlfahrtspflege über den Sport bis zum lokalen und internationalen Einsatz in Krisen und Katastrophen. Diese Erkenntnis wird zu vielen Anlässen von Politikerinnen und Politikern aller demokratischen Parteien betont. Somit steht jede Koalition in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für die Engagierten in den Organisationen so zu gestalten, dass sie sich der Erreichung der als gemeinnützig anerkannten Zielen widmen können.