Dunja Hayali erhält den Stiftungspreis "für ihren Einsatz für Toleranz, Meinungsfreiheit und Integration". Die Journalistin greife auch gegen Widerstände kontroverse Themen auf und trete gegen Ausgrenzung und Rassismus in ihrem "Haymatland" auf, hat das Kuratorium der Helga und Edzard Reuter-Stiftung seine Entscheidung begründet. Hayali lote in ihren Beiträgen, Büchern und Reportagen immer wieder aus, was Deutschsein und Heimat bedeute. Dabei trete sie als selbst von Hass und Hetze Betroffene für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein.
Dieter Bachmann erhält den Stiftungspreis für sein Engagement, Schule mit Kindern und nicht für Kinder realisiert und dabei gezeigt zu haben, wie Integration im Kleinen gelingen kann. Dabei "gelingt es ihm, Schüler und Schülerinnen aus verschiedensten Nationen und Kulturen einzubinden und ernst zu nehmen", und "allen Kindern zu vermitteln, dass sie wertvoll und einzigartig sind", heißt es in der Begründung des Kuratoriums der Helga und Edzard Reuter-Stiftung. Das Engagement des Preisträgers ist auch Thema des auf den 71. Internationalen Filmfestspielen Berlin prämierten Films "Herr Bachmann und seine Klasse".
Die Georg-Büchner-Schule erhält den Stiftungspreis, weil sie als "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" das Zusammenleben verschiedener Kulturen als Bereicherung in das Schulleben und den Unterricht integriert habe, lautet die Begründung des Kuratoriums der Helga und Edzard Reuter-Stiftung. Die Stiftungspreise wurden am 18. November 2021 um 17:00 Uhr im Rahmen einer Feierstunde vergeben, die im Max Liebermann Haus der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse, in Berlin-Mitte stattfand.