"Aleksandra Yemelyanovich hat die Jury mit ihren Forschungen zur Leselernförderung von Kindern mit Downsyndrom und der Lernapp "Elli" besonders beeindruckt. Denn damit hat sie nicht nur technisch herausragende Ergebnisse im Fachbereich Gestaltung erzielt, sondern sich der wichtigen Frage gewidmet, wie es gelingen kann, Kinder mit Downsyndrom individuell zu fördern und ihr Entwicklungspotenzial deutlich zu verbessern", so Rövekamp bei der Preisübergabe.
Damit habe Yelemyanovich nicht nur einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung, sondern auch zur besseren Inklusion geleistet. Die App "Elli" sei außerdem ansprechend gestaltet und ausbaufähig – damit erhielten Kinder mit Downsyndrom ein niedrigschwelliges Angebot zur Leseförderung, das ihre Chancen auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ganz entscheidend stärke, so Rövekamp, die im Hauptamt Vorständin für Personal und Recht bei der EWE AG ist, weiter.
Die siebenköpfige Jury hatte Aleksandra Yemelyanovich aus insgesamt 15 Bewerbungen aus ganz Niedersachsen ausgewählt. Nominiert waren außerdem Pia Schlechter und Frederike Jung von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.
Susanne Boll, selbst Informatikprofessorin, Jurymitglied und Vorstand am OFFIS, das zusammen mit der Stadt Oldenburg Kooperationspartner für den Preis ist, ergänzte: "Die Forschungsgebiete der drei Nominierten erstrecken sich von der Leselernförderung für Kinder mit Behinderung über die Untersuchung des Einflusses von Selfies im Kontext von KZ-Gedenkstätten auf die Erinnerungskultur an den Holocaust bis hin zum Einsatz von Robotern in der Pflege. Das zeigt, dass Digitalisierung nicht abgehoben ist, sondern durchaus interdisziplinär vernetzt und anwendungsorientiert sein kann."