Dabei geht partizipative Forschung über die Beteiligung an Forschung als Teilnehmer an einer wissenschaftlichen Studie hinaus. Partizipative Forschungsansätze streben unterschiedliche Intensitäten der Einbindung an – von der beratenden Rolle in einem Patientenbeirat bis hin zur Rolle als Mit-Forscher in allen Schritten des Forschungsprojektes. Während international bereits partizipativ mit Menschen mit Demenz geforscht wird, fehlen im deutschsprachigen Raum zum großen Teil noch Erfahrungen in der Umsetzung entsprechender Projekte. Vor diesem Hintergrund stellt das Team des MethodenForum Witten 2022 in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Partizipative Forschung am DZNE-Standort Witten das Thema "Partizipative Forschung mit Menschen mit Demenz – Chancen und Herausforderungen für die qualitative Forschung" in den Mittelpunkt des diesjährigen Forums. Ausgehend von der Frage "Wie kann partizipative Forschung mit Menschen mit Demenz gelingen?" werden Forschende zwei Tage lang am Thema arbeiten und ihre Ideen, Überlegungen und Forschungsansätze zur Diskussion stellen. Das gemeinsame Lernen an Erfahrungen und Reflexionen gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Impulse für die eigene Forschungstätigkeit und die Vernetzung untereinander wird gefestigt.
Das Anliegen, partizipative Ansätze der Forschung mit Menschen mit Demenz zu nutzen, zieht sich nahezu durch alle Bereiche der Versorgungsforschung des DZNE. Die Ergebnisse des MethodenForum Witten zum Thema partizipative Forschung mit Menschen mit Demenz werden so 'übersetzt', dass sie in anderen Forschungsbereichen des DZNE genutzt und weiterentwickelt werden können. Damit versteht sich das MethodenForum Witten auch als Beitrag zur Weiterentwicklung der translationalen Forschung des DZNE, indem es das Potential der partizipativen Ansätze für die translationale Forschung des DZNE verdeutlicht.