Der Bedarf an Therapien, die das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten oder wenigstens die Beschwerden lindern, ist groß. Solche Therapien zu identifizieren, ist das Anliegen der Carstens-Stiftung. Bereits Gründerin und Ärztin Dr. Veronica Carstens engagierte sich zu ihren Lebzeiten als Schirmherrin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Mittlerweile gibt es erste Hinweise aus der Forschung, dass speziell Verfahren der Komplementären und Integrativen Medizin – etwa Bewegungstherapie, Yoga oder Akupunktur – sich positiv auf den Krankheitsverlauf von MS und die Lebensqualität von Betroffenen auswirken können. Diese Ergebnisse gilt es zu vertiefen oder um neue Ansätze – beispielsweise aus der Mind-Body-Medizin, physikalischen Therapie, Ernährungstherapie oder anderes – zu erweitern.
Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ausgewiesener Expertise in der MS-Forschung, die an universitären oder außeruniversitären gemeinnützigen Forschungsinstituten in Deutschland tätig sind. Die eingereichten Projekte sollten Modellcharakter haben und ein möglichst hohes Innovationspotential bieten. Das Auswahlverfahren erfolgt zweistufig. Bewerbungsschluss für Stufe 1 ist der 3. Juni 2023.