Rund 100 Gäste aus Politik und Gesellschaft kamen in die Räumlichkeiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Berlin-Mitte, um das Thema "Teilhabe und Nachsorge für Menschen mit Schädelhirnverletzung" in seinen unterschiedlichen Facetten inhaltlich zu beleuchten und gemeinsam mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. "Wir wollen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Interessensverbänden für die Problematik der Einschränkungen von Menschen mit erworbenen Hirnverletzungen sensibilisieren", erklärte Prof. Dr. Joachim Breuer, Vorsitzender der ZNS-Stiftung.
In Deutschland müssen rund eine Million Menschen mit den dauerhaften Folgen einer Schädelhirnverletzung leben. Die Zahlen steigen: In jedem Jahr erfahren rund 300.000 Menschen gravierende Einschränkungen durch eine unfallbedingte Schädelhirnverletzung. Sie alle haben Anspruch auf eine bestmögliche Teilhabe. Ziel der Veranstaltung war es daher, Erfahrungen, Erkenntnisse und Feststellungen in einem breiteren gesellschaftlichen Kontext zu erörtern. "Wichtiger als nur Forderungen zu stellen ist es uns, den Dialog mit allen Beteiligten zu suchen und miteinander ins Verhandeln über Möglichkeiten der Verbesserung zu kommen", betonte Prof. Dr. Helga Seel, Mitglied im Kuratorium der ZNS-Stiftung und ehemalige Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) als Moderatorin der Podiumsdiskussion. Dies sei wichtig, damit jede Seite verstehe, worum es der jeweils anderen gehe.