Studien haben nachgewiesen, dass Unternehmen, in denen vielfältige Teams zusammenarbeiten, innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher sind. So ermittelte eine Studie, dass Unternehmen mit einem diversen, vielfältigen Management 19 Prozent höhere Umsätze durch Innovationen erzielten (1). Es geht nicht um eine bunte Zusammenstellung von Teammitgliedern mit möglichst vielen Diversitätsmerkmalen (Alter, Bildungsgrad, Geschlecht, Herkunft etc.). Der entscheidende Erfolgsfaktor ist vielmehr eine offene Organisations- und Führungskultur, in der bewusst vielfältige Perspektiven (Bildungsgrad, Branche, Position, Denkmuster, Kommunikationsstile etc.) in Prozesse Eingang finden. Die Innovationsfähigkeit wird gesteigert, wenn sich Diversität auch in Führungspositionen widerspiegelt (2). Vor allem für Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (FuE) (3) von Unternehmen zeigen sich die positiven Effekte, da vielfältige Teams erstens ungewöhnlichere Ideen hervorbringen, zweitens sich für bessere Ideen entscheiden und drittens schneller unter strengen Vorgaben zusammenarbeiten (4).
Stiftungen haben zwar in der Regel keine FuE-Abteilungen, aber die Mehrzahl adressiert in ihren Stiftungszwecken Themen, die der Weiterentwicklung und Verbesserung von relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen dienen. Viele Stiftungen sind daran interessiert, innovative, inklusive Förderprogramme zu entwickeln – am Puls der Zeit. Daher sind Erkenntnisse aus dem Unternehmenskontext durchaus für die Stiftungswelt und zivilgesellschaftliche Organisationen relevant und teilweise übertragbar.
Neben der Erkenntnis aus der Wirtschaft, dass Diversität die Innovationsfähigkeit von Stiftungen sowie ihre Attraktivität für Beschäftigte (5) erhöhen kann, haben Stiftungen und zivilgesellschaftliche Organisationen auch eine normative Verpflichtung als Arbeitgeberinnen (6), ein Ort zu sein, an dem Diversität aktiv gelebt und gestaltet wird.